World Cup 2010
Topinambur: Knolle zum Abnehmen und für die Gesunderhaltung
Montag, 26 April 2010
Gesund schlemmen können Feinschmecker mit dem Knollengewächs Topinambur: Das kartoffelähnliche Gemüse mit dem mild-nussigen Geschmack dient dem Gesunderhalt und soll das Abnehmen erleichtern.
Topinambur: Knolle zum Abnehmen und für die Gesunderhaltung
Die Topinambur-Knolle besteht zu fast 80 Prozent aus Wasser und zu 15 Prozent aus Ballaststoffen. Sie enthält reichlich Eisen, Vitamine und Mineralstoffe wie unter anderem Betacarotin, die Vitamine B1, C, D sowie Kalium und Natrium. Zudem haben 100 Gramm Topinambur nur 20 Kalorien, Tomaten beispielsweise besitzen dagegen 50 Kalorien je 100 Gramm.
Das Knollengewächs ist als Heilmittel gegen Übergewicht und Diabetes bekannt. Topinambur quillt im Magen auf und gibt über mehrere Stunden ein Sättigungsgefühl. Bei Diabetikern ist die Pflanze zudem sehr beliebt, da sie statt Stärke den Mehrfachzucker Inulin enthält. Zudem soll man durch ihren Verzehr unempfindlicher gegen Stress werden. Darüber hinaus sagt man dem Gemüse nach, es steigere das allgemeine Wohlbefinden, weil sich die Funktionen von Leber, Nieren, Darm und Herz verbessern. Laut der Zeitschrift "Natur & Heilen" wirkt die Erdfrucht auch Osteoporose entgegen, da die Kaliumaufnahme gesteigert wird, was die Knochendichte fördert. Sie gibt es unter anderem auch in Supermärkten.
www.wikipedia.de, Stand: 23.02.2009. schreibt:
Topinambur (Helianthus tuberosus)
Topinambur (Helianthus tuberosus), gelegentlich auch Erdbirne (in Südbaden auch Ross-Erdäpfel genannt, weil sie Pferden verfüttert wurden), ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) und zählt zur selben Gattung wie die Sonnenblume (Helianthus annuus). Mancherorts in Baden wird Topinambur auch nur als Erdapfel bezeichnet. Ebenso wie die Sonnenblume hat sie große Blätter und (allerdings kleine) kräftig-gelbe Blüten. Weitere Namen für die Topinambur sind: Erdartischocke, Erdschocke, Erdsonnenblume, Ewigkeitskartoffel, Indianerknolle, Jerusalemartischocke, Kleine Sonnenblume, Knollensonnenblume, Rosskartoffel, Süßkartoffel, Zuckerkartoffel. Die Bezeichnung Erdbirne (Erdäpfel) wird in Süddeutschland, Österreich und in der Schweiz auch als Name für die Kartoffel verwendet. Inhaltsverzeichnis
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Die mehrjährige krautige Pflanze wird bis zu drei Meter hoch. Aus den Knollen bilden sich aufrechte Stängel. An diesen sitzen gestielte, eiförmige, rauhe Blätter. Diese werden sieben bis zehn Zentimeter breit und zwischen zehn und fünfundzwanzig Zentimeter lang.
Die vier bis acht Zentimeter breiten, körbchenförmigen Blütenstände blühen im Zeitraum von August bis November. Sie sitzen in den Achseln der oberen Laubblätter. Die Zungen- und Röhrenblüten sind zwittrig.
Verbreitung
[caption id="attachment_1179" align="alignright" width="180" caption="Gewaschene Topinambur-Knollen"]
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Topinambur stammt aus Nord- und Mittelamerika. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet wird in Mexiko vermutet. Heute ist die Art im zentralen und östlichen Nordamerika sowie in Mittelamerika verbreitet. Sie gilt als Kulturpflanze der Indianer aus vorkolumbianischer Zeit. Heute wird Topinambur in fast allen Kontinenten angebaut. Hauptanbaugebiete befinden sich in Nordamerika, Russland, Australien und Asien. In Europa wurde die süßlich schmeckende Knolle Mitte des 18. Jahrhunderts weitgehend von der Kartoffel verdrängt. Sie wird nur noch mit geringer wirtschaftlicher Bedeutung in Südfrankreich und den Niederlanden angebaut. In Deutschland findet man nur kleine Anbaugebiete in Niedersachsen, Brandenburg und Baden.
Geschichte der Einführung in Europa
[caption id="attachment_1184" align="alignright" width="180" caption="Topinambur-Knollen, Sehr früh blühende Form mit kleinen Knollen, ursprünglich verwildert gefunden bei Ingelheim am Rhein"]
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Überlebende einer Hungersnot unter französischen Auswanderern in Kanada/ Nordamerika schickten 1610 einige der unbekannten Knollen, die ihnen das Leben gerettet hatten, nach Europa, auch in die "Hauptstadt der Küche" nach Paris sowie in den Vatikan als Sammelplatz für Wunder aller Art.
Fälschlicher Weise benannten die Franzosen die Indianerkartoffel nach einem brasilianischen Indianerstamm, der zufällig gerade zu Besuch war: topinambour. Parallel einigten sich päpstliche Gärtner auf girasole articiocco, Sonnenblumen-Artischocke. Engländer konnten girasole nicht aussprechen und kreierten die Bezeichnung Jerusalem-Artischocke.
Zuerst wurde die Topinambur als Nutzpflanze gezüchtet. Die Knollen waren im 19. Jahrhundert ein wichtiges Nahrungs- und Futtermittel.
Einordnung als Neophyt
[caption id="attachment_1185" align="alignright" width="180" caption="Topinambur-Pflanze"]
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In Mitteleuropa verwildert Topinambur häufig und kann - wie andere Neobiota beziehungsweise Neophyten - Probleme verursachen, da sie heimische Pflanzen verdrängt, selber aber nur wenige Fressfeinde hat. Wegen des späten Blütezeitpunkts reifen die Samen in Mitteleuropa normalerweise nicht aus, so dass die Pflanzen ganz auf vegetative Vermehrung über die Wurzelknollen angewiesen sind. Im Juli und August bildet die Pflanze an den unterirdischen Ausläufern länglich-spindelförmige Knollen aus, die als Kohlenhydratespeicher dienen. Aus ihnen treiben im nächsten Frühjahr neue Sprossen. Die Pflanze ist daher in der Lage, in eine bestehende Pflanzengesellschaft einzudringen und aufgrund ihres raschen Höhenwachstums im Frühjahr, bei dem die anderen Pflanzen sehr stark beschattet werden, zu verdrängen. Topinambur wird als „invasiv" eingestuft.
Nutzung
Nahrungsmittel
[caption id="attachment_1186" align="alignright" width="140" caption="Badischer Rossler wird aus der Knolle hergestellt"]
[/caption]
100 Gramm Topinambur enthalten:
Wert Menge
Energie 31 kcal
Energie 130 kJ
Wasser 78,465 g
Eiweiß 2,44 g
Fett 410 mg
Kohlenhydrate 4 g
Ballaststoffe 12,50g
Mineralstoffe 1,74g
Broteinheiten 0,33 BE
Vitamin A 2 µg
Vitamin B1 200 µg
Vitamin B2 60 µg
Vitamin B3 1,3 mg
Vitamin B5 60 µg
Vitamin B6 90 µg
Vitamin B7 1,7 µg
Vitamin B9 31 µg
Vitamin B12 0 mg
Vitamin C 4 mg
Vitamin D 0 mg
Vitamin E 1.3-2 mg
Vitamin K 0.023 mg
Linolensäure 44 mg
Linolsäure 0.165 g
Natrium 3 mg
Kalium 478 mg
Calcium 10 mg
Magnesium 20 mg
Phosphor 78 mg
Eisen 3,7 mg
Zink 60 µg
Kupfer 0,150 mg
[caption id="attachment_1187" align="alignright" width="180" caption="Ausgewachsener Topinambur"]
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Die Knollen sind bei Diabetikern beliebt, da sie zu 16 % aus Kohlenhydraten in Form des Mehrfachzuckers Inulin bestehen.
Als Nahrungsmittel genoss die Topinamburknolle vor allem in Frankreich nach ihrer Einführung Anfang des 17. Jahrhunderts große Popularität. Sie wurde jedoch nach der Einführung der ergiebigeren Kartoffel wieder weitgehend verdrängt. Die Knolle kann sowohl roh als auch gekocht verzehrt werden.
Topinambur erzeugt bei empfindlichen Mägen unter Umständen eine sehr starke Flatulenz.
Im Gegensatz zu Kartoffeln verträgt die Topinamburknolle Frost. Darum braucht man bei der Ernte nur die gerade benötigte Menge auszugraben. Außerdem kann Topinambur als Nahrungsreserve in Notzeiten dienen.
In Reformhäusern wird Topinambur als Kautablette oder Getränk verkauft, um, vor der eigentlichen Mahlzeit eingenommen, in Verbindung mit Wasser durch Aufquellen im Magen das Hungergefühl etwas zu dämpfen. Durch ein neuartiges Infrarot-Trocknungsverfahren kann küchenfertiges Topinambur erstmalig ganzjährig verfügbar gemacht werden. Topinambursirup wird als alternatives Süßungsmittel verkauft.
In Baden werden die Topinambur-Knollen zu einem Verdauungsschnaps, ebenfalls Topinamburbranntwein, „Topinambur", „Topi" oder auch „Rossler" (abgeleitet von Ross-Erdäpfel) genannt, verarbeitet. Die zerkleinerten Knollen werden dabei in Korn, Wodka oder medizinischem Alkohol eingelegt, sodass die Inhaltsstoffe (ätherische Öle u.a.) gelöst werden. Nach dem Filtern wird der Mix abgefüllt. Ein Brennvorgang findet hierbei nicht statt. Zur besseren Verträglichkeit werden gelegentlich andere Kräuter hinzugefügt, beispielsweise Blutwurz.
Über 90 Prozent der in Deutschland gerodeten Topinamburknollen werden derzeit in Obstbrennereien zu Spirituosen verarbeitet.
Topinambur als Futterpflanze für Wildtiere
Topinambur wird in geringem Umfang auch als Futterpflanze für Wildfutter angebaut. Vom Wild werden vor allem die Jungtriebe zur Äsung angenommen. An ausgewachsene Pflanzen geht Wild dagegen selten, da die Blätter offensichtlich zu rau sind. Wenn jedoch die Knollen freigelegt werden - zum Beispiel durch Hegearbeit von Menschen - sind sie eine beliebte Nahrung für Rehe. Neben Wildschweinen fressen auch Bisamratte, Wanderratte, Schermaus und Wildkaninchen diese Knollen. Da Topinambur vor allem die Uferbereiche von Fließgewässern besiedelt, kann es hier aufgrund der Wühltätigkeiten zu größeren Schäden an der Uferbefestigung kommen.
Die Wühltätigkeit der Nager trägt außerdem zur Verbreitung der Pflanzen bei. Von Nagern freigelegte Knollen und Knollenbruchstücke werden durch Fließgewässer häufig verschwemmt und besiedeln dann andere Habitate neu.
Verwendung als Energiepflanze
Aufgrund der guten Anbaueigenschaften und der hohen Biomasseproduktion kann Topinambur auch als Energiepflanze genutzt werden und spielt entsprechend als nachwachsender Rohstoff eine potenzielle Rolle. Dabei lassen sich sowohl die vegetativen Teile als auch die Knollen zu Biogas und Bioethanol vergären oder zu Brennstoff trocknen und verarbeiten. Für die Biogasnutzung ist eine mehrjährige Kultur möglich. Der Trockenmasseertrag (Kraut und Knollen) kann bis zu 30 Tonnen pro Hektar betragen. Mit ca. 8.140 Kubikmeter Biogas pro Hektar kann aus dem Krautertrag rund 10 Prozent weniger Biogas gewonnen werden als bei Silomaisanbau. Erntet man auch die Knollen , ist ein zusätzlicher Ertrag von etwa 2.150 Kubikmeter Biogas pro Hektar möglich. Allerdings gibt es erst seit wenigen Jahren Anbauerfahrungen mit Topinambur zur Energienutzung.
Verwendung als Zierpflanze
Weiterhin findet sich Topinambur heute auch als Zierpflanze.
Anbau
Topinambur ist anspruchslos und stellt keine großen Anforderungen an seinen Standort. Er wächst auf fast jedem Boden, ideal ist ein lockerer, leicht sandiger Boden, Staunässe wird aber gemieden. Besonders geschätzt werden vollsonnige Standorte, Topinambur fühlt sich aber auch im Halbschatten wohl. In der Pflege ist Topinambur anspruchslos und weitgehend resistent gegen alle Arten von Schädlingen. Der Nährstoffgehalt je dt Knolle beträgt 0,26 kg N, 0,14 kg P2O5, 0,62 K2O und 0,02 kg MgO. Die Erträge betragen ca. 600 dt/ha Knollen.
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Rezepte
Topinambur-Cremesuppe
1 kg Topinambur-Knollen sorgfältig mit einer Bürste unter fließendem Wasser mitsamt der dünnen Schale reinigen. Die in Nussgröße geschnittenen Knollen geben Sie in 1 1/2 Liter klare und entfettete Rindsuppe und kochen Sie n einer kleinen Knoblauchzehe und einer Messerspitze Kümmel etwa 1/2 Stunde. Dann lassen Sie die Suppe überkühlen und pürieren mit einem schnelllaufenden Mixer. Das Püree wird nochmals aufgekocht. 1/8 1 Sahne und 1/8 1 Creme fraiche mit dem Schneebesen eingeschlagen und mit Salz und Pfeffer würzen. Dosieren Sie das Salz vorsichtig, die Suppe soll ihren leicht süßlichen Eigenton nicht verlieren. Zum Schluss wird der Rest der Sahne (1/8 1) fest geschlagen und unmittelbar vor dem Servieren unter die heiße Suppe gezogen.
100 g zart geräucherter, durchgezogener Frühstücksspeck wird dünnstreifig geschnitten und in einer Pfanne scharf abgeröstet. Das überschüssige Fett wird entfernt und die knusprigen Speckstifteln auf die Suppe gesetzt.
Topinambur-Obstsalat
2-3 Knollen Topinambur
1 Banane, 1 Apfel
1 EL Zitronensaft
3 Marillen (Aprikosen)
3 EL Ananasstückchen
2 EL Rahm
1 TL Honig
Getreideknusperflocken
Frische Knollen bürsten, waschen (nicht schälen) und mit geschältem Apfel fein raspeln.
Zitronensaft, zerkleinerte Marillen, Banane und Ananasstückchen sowie Rahm dazugeben, mit Sanddorn oder Honig süßen und mit Getreideknusperflocken bestreuen und sofort servieren.
Topinambursalat
Dieser Salat gleicht einem Kartoffelsalat, hat aber einen viel reizvolleren Geschmack und ist nicht so mehlig. Er wird kalt zu Tisch gebracht und ist ein erfrischendes Sommergericht.
500g Topinamburknollen
das Eiweiß von 2 hart gekochten Eiern
1 große rote Paprikaschote
1 große Gewürzgurke
grüne Oliven
eingelegte Perlzwiebeln
1 frische Stange Bleichsellerie
2/3 Tasse frische Zuckererbsen, kurz gegart
Salz, Pfeffer
Die Knollen 10 bis 15 min dämpfen, pellen und mit dem Eiweiß, der Paprikaschote, der Gewürzgurke, den Oliven und Zwiebeln (jeweils 1 Dutzend) und der Selleriestange klein schneiden.
Alle Zutaten (Erbsen nicht vergessen) gut miteinander vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Kühl stellen und in der Zwischenzeit die folgende Sauce zubereiten.
Remoulade nach alter Art:
Eigelb von 2 hart gekochten Eiern
2 EL Zitronensaft
1 EL Distelöl
1/4 Tasse Mayonnaise
1/4 Tasse saure Sahne
2 TL Dijonsenf
Salz, Pfeffer
Das Eigelb zerdrücken, nach und nach abwechselnd Zitronensaft und Öl tropfenweise dazugeben und alles zu einer cremigen Masse verrühren. Dann Mayonnaise, saure Sahne und Senf zufügen, gut untermengen und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen. Die Gemüse mit dieser Remoulade anmachen und vorsichtig darin wenden, ohne die weicheren Zutaten dabei zu zerdrücken.
Topinamburauflauf
400 g Topinambur
1 Eiweiß
Muskat
2 EL Öl
2 Eier
1 Zwiebel
Käse
Salz
Vorbereitete Knollen werden im Dampftopf ca. 10 min gedämpft, geschält und püriert. Eidotter dazugeben, steifgeschlagenen Eischnee unterziehen, mit Salz und Muskat würzen. Die Masse in eine gefettete, mit Weizenkleie ausgestreute Auflaufform geben. Inzwischen eine geriebene Zwiebel in Öl anbraten und über diese Masse geben. Mit Käse bestreuen und im Backofen etwa 20 Minuten goldgelb überbacken.
Topinambur-Rohkostsalat
2 Knollen Topinambur
1 Stückchen Sellerie
1/2 Orange
Honig
1/2 Apfel
1 El Zitronensaft
2 El Rahm
1 El geriebene Walnüsse
Frische Knollen bürsten, waschen (nicht schälen) und mit geschältem Apfel und Sellerie fein raspeln. Zitronensaft, zerkleinerte Orange und Rahm dazugeben, mit Honig süßen und mit geriebenen Walnusskernen bestreuen und sofort servieren.
Topinambur sollte im Kühlschrank in Plastikbeuteln oder in geschlossenen, luftdichten Gefäßen aufbewahrt werden, um die Feuchtigkeit zu erhalten.
Topinambur gebraten
500 g Topinambur
2 EL Öl
Sojamehl
2 EL Rahm
Reform-Hefeextrakt
1 Zwiebel
evtl. etwas Suppe
1 Ei
Prise Salz
Basilikum
Frische Knollen bürsten, waschen (nicht schälen) und in feine Scheiben schneiden. Geriebene oder fein geschnittene Zwiebel in Öl glasig dünsten. Topinamburscheiben dazugeben und auf beiden Seiten etwas anbraten lassen. Evtl. etwas Suppe dazufügen und fertiggaren. Sojamehl, Ei und Rahm verquirlt daruntermischen. Mit Salz und Hefeextrakt würzen, Basilikum darüberstreuen.
Topinambur mit Quark
5 Topinamburknollen ( je nach Größe 3 bis 8 )
1 Karotte
250g Quark
1 EL Frischkäse
2 TL Käse-Quark-Gewürzmischung
Essig
Salz
Die Topinamburknollen und die Karotte fein raspeln (stifteln). Dann mit Quark, Frischkäse und der Gewürzmischung gut vermengen. Zum Schluss mit Essig und Salz abschmecken. Diese Rezeptur eignet sich auch hervorragend als Brotaufstrich.
Topinambur sollte im Kühlschrank in Plastikbeuteln oder in geschlossenen, luftdichten Gefäßen aufbewahrt werden, um die Feuchtigkeit zu erhalten.
Deftige Gemüsepfanne mit Topinambur
300 g Topinambur, 2 Zwiebeln, 4 Gelbe Rüben in dünne Scheiben schneiden. 200 g gekochten Schinken oder geräucherten Speck in Streifen schneiden und mit den Zwiebeln in Olivenöl anbraten. Topinambur und Gelbe Rüben darunter geben und mitbraten. Mit 1/8 1 Weißwein aufgießen und ca. 10 Minuten köcheln lassen. 2 EL Sojasoße oder Gemüsebrühe, 1/8 1 Sahne und 1/8 1 Milch darüber geben, würzen und einziehen lassen. 150 g geriebenen Käse darüber geben und servieren.
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Gesund abnehmen mit Topinambur: Wie Sie mit der köstlichen Indianer-Kartoffel Gewicht verlieren, ohne zu hungern, Ihre Verdauung dauerhaft regulieren, Ihren Blutzuckerspiegel günstig beeinflussen
(Broschiert)
Kurzbeschreibung
Topinambur: der natürliche Appetit-Zügler Gesund abnehmen auch bei Diabetes und Übergewicht Mit Tipps für den Selbstanbau und tollen Rezepten"Die Topinambur-Knolle ist wegen ihrer positiven Stoffwechsel-Effekte bekannt. Sie steht für eine gesunde und ausgewogene Ernährung! Dank ihrer appetitreduzierenden Wirkung wird sie auch von Diabetikern und Übergewichtigen geschätzt, die ohne Hunger zum Wunschgewicht gelangen wollen. Diese überarbeitete Neuauflage bietet viel Wissenswertes über Topinambur von seiner Entdeckung bis hin zum Anbau im eigenen Garten. Der Schwerpunkt liegt auf der Vorstellung von schmackhaften Produkten und leckeren Rezepten zum Schlankwerden und Schlankbleiben.
Über den Autor
Professor Dr. Günter Bärwald war Professor am Fachbereich Lebensmitteltechnologie und Biotechnologie der TU Berlin. Der Topinambur-Experte lebt in Berlin. mehr
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Inulin
[caption id="attachment_1196" align="alignright" width="100" caption="Strukturformel"]
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Inulin (auch Alantstärke) ist ein Gemisch von Polysacchariden aus Fructosemolekülen mit einer Kettenlänge bis zu 100 Molekülen, und einem endständigen Glucoserest, und zählt zu den Fructanen. Inulin wird in vielen Pflanzen als Reservestoff eingelagert, besonders in Arten der Korbblütler: etwa Topinambur, Zichorien, Dahlie, Artischocke, Gewöhnlicher Löwenzahn, Schwarzwurzeln, aber auch in Doldenblütlern, z. B. der Pastinake (vgl. auch Nutzpflanzen). Es wurde 1804 im Alant (Inula) entdeckt.
Niedermolekulares Inulin ist in warmem Wasser löslich. Es wird in der physiologischen Forschung zur Bestimmung des extrazellulären Raums eingesetzt, da es leicht in das Interstitium eindringt, jedoch nicht in die Zellen selbst. Außerdem kann die Messung der Inulin-Clearance zur exakten Bestimmung der glomerulären Filtrationsrate (GFR) der Nieren benutzt werden. Dies ist deshalb möglich, weil Inulin im Glomerulum vollständig filtriert wird, im Tubulus-System aber weder sezerniert noch reabsorbiert wird.
Inulin kann in der Therapie der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) als Stärke-Ersatz eingesetzt werden, denn es wirkt nicht auf den Blutzucker-Spiegel ein. Inulin wird im Dünndarm nicht resorbiert, da dem Menschen das abbauende Enzym (Inulinase) fehlt. Stattdessen wird es im Enddarm von Bakterien zu kurzkettigen Fettsäuren abgebaut. Die bei diesem mikrobiellen Abbau gebildeten Gase können bei empfindlichen Menschen zu Flatulenzen führen, die einzige bekannte Nebenwirkung beim Verzehr inulinhaltiger Pflanzenteile. Inulin dient vor allem den nützlichen Darmbakterien als Nahrung, regelmäßiger Verzehr geeigneter Mengen (mindestens 1,5 g/Verzehreinheit bzw. ab 5 g Tagesdosis zusätzlich zur normalen Aufnahme nach GDCh) führt zu einer Verbesserung der Darmflora.
Inulin wird heutzutage oft als Zutat in der Lebensmittelherstellung verwendet, zum Beispiel als Fettersatz und um den Geschmack, die Textur und das Mundgefühl zu verbessern. Inulin dient auch als Grundstoff zur Herstellung von Fructose.
Topinambur: Knolle zum Abnehmen und für die GesunderhaltungDie Topinambur-Knolle besteht zu fast 80 Prozent aus Wasser und zu 15 Prozent aus Ballaststoffen. Sie enthält reichlich Eisen, Vitamine und Mineralstoffe wie unter anderem Betacarotin, die Vitamine B1, C, D sowie Kalium und Natrium. Zudem haben 100 Gramm Topinambur nur 20 Kalorien, Tomaten beispielsweise besitzen dagegen 50 Kalorien je 100 Gramm.
Das Knollengewächs ist als Heilmittel gegen Übergewicht und Diabetes bekannt. Topinambur quillt im Magen auf und gibt über mehrere Stunden ein Sättigungsgefühl. Bei Diabetikern ist die Pflanze zudem sehr beliebt, da sie statt Stärke den Mehrfachzucker Inulin enthält. Zudem soll man durch ihren Verzehr unempfindlicher gegen Stress werden. Darüber hinaus sagt man dem Gemüse nach, es steigere das allgemeine Wohlbefinden, weil sich die Funktionen von Leber, Nieren, Darm und Herz verbessern. Laut der Zeitschrift "Natur & Heilen" wirkt die Erdfrucht auch Osteoporose entgegen, da die Kaliumaufnahme gesteigert wird, was die Knochendichte fördert. Sie gibt es unter anderem auch in Supermärkten.
www.wikipedia.de, Stand: 23.02.2009. schreibt:
Topinambur (Helianthus tuberosus)Topinambur (Helianthus tuberosus), gelegentlich auch Erdbirne (in Südbaden auch Ross-Erdäpfel genannt, weil sie Pferden verfüttert wurden), ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) und zählt zur selben Gattung wie die Sonnenblume (Helianthus annuus). Mancherorts in Baden wird Topinambur auch nur als Erdapfel bezeichnet. Ebenso wie die Sonnenblume hat sie große Blätter und (allerdings kleine) kräftig-gelbe Blüten. Weitere Namen für die Topinambur sind: Erdartischocke, Erdschocke, Erdsonnenblume, Ewigkeitskartoffel, Indianerknolle, Jerusalemartischocke, Kleine Sonnenblume, Knollensonnenblume, Rosskartoffel, Süßkartoffel, Zuckerkartoffel. Die Bezeichnung Erdbirne (Erdäpfel) wird in Süddeutschland, Österreich und in der Schweiz auch als Name für die Kartoffel verwendet. Inhaltsverzeichnis
- Erscheinungsbild
- Verbreitung
- Geschichte der Einführung in Europa
- Einordnung als Neophyt
- Nutzung
- Nahrungsmittel
- Topinambur als Futterpflanze für Wildtiere
- Verwendung als Energiepflanze
- Verwendung als Zierpflanze
- Anbau
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Die mehrjährige krautige Pflanze wird bis zu drei Meter hoch. Aus den Knollen bilden sich aufrechte Stängel. An diesen sitzen gestielte, eiförmige, rauhe Blätter. Diese werden sieben bis zehn Zentimeter breit und zwischen zehn und fünfundzwanzig Zentimeter lang.
Die vier bis acht Zentimeter breiten, körbchenförmigen Blütenstände blühen im Zeitraum von August bis November. Sie sitzen in den Achseln der oberen Laubblätter. Die Zungen- und Röhrenblüten sind zwittrig.
Verbreitung
[caption id="attachment_1179" align="alignright" width="180" caption="Gewaschene Topinambur-Knollen"]
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Topinambur stammt aus Nord- und Mittelamerika. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet wird in Mexiko vermutet. Heute ist die Art im zentralen und östlichen Nordamerika sowie in Mittelamerika verbreitet. Sie gilt als Kulturpflanze der Indianer aus vorkolumbianischer Zeit. Heute wird Topinambur in fast allen Kontinenten angebaut. Hauptanbaugebiete befinden sich in Nordamerika, Russland, Australien und Asien. In Europa wurde die süßlich schmeckende Knolle Mitte des 18. Jahrhunderts weitgehend von der Kartoffel verdrängt. Sie wird nur noch mit geringer wirtschaftlicher Bedeutung in Südfrankreich und den Niederlanden angebaut. In Deutschland findet man nur kleine Anbaugebiete in Niedersachsen, Brandenburg und Baden.
Geschichte der Einführung in Europa
[caption id="attachment_1184" align="alignright" width="180" caption="Topinambur-Knollen, Sehr früh blühende Form mit kleinen Knollen, ursprünglich verwildert gefunden bei Ingelheim am Rhein"]
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Überlebende einer Hungersnot unter französischen Auswanderern in Kanada/ Nordamerika schickten 1610 einige der unbekannten Knollen, die ihnen das Leben gerettet hatten, nach Europa, auch in die "Hauptstadt der Küche" nach Paris sowie in den Vatikan als Sammelplatz für Wunder aller Art.
Fälschlicher Weise benannten die Franzosen die Indianerkartoffel nach einem brasilianischen Indianerstamm, der zufällig gerade zu Besuch war: topinambour. Parallel einigten sich päpstliche Gärtner auf girasole articiocco, Sonnenblumen-Artischocke. Engländer konnten girasole nicht aussprechen und kreierten die Bezeichnung Jerusalem-Artischocke.
Zuerst wurde die Topinambur als Nutzpflanze gezüchtet. Die Knollen waren im 19. Jahrhundert ein wichtiges Nahrungs- und Futtermittel.
Einordnung als Neophyt
[caption id="attachment_1185" align="alignright" width="180" caption="Topinambur-Pflanze"]
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In Mitteleuropa verwildert Topinambur häufig und kann - wie andere Neobiota beziehungsweise Neophyten - Probleme verursachen, da sie heimische Pflanzen verdrängt, selber aber nur wenige Fressfeinde hat. Wegen des späten Blütezeitpunkts reifen die Samen in Mitteleuropa normalerweise nicht aus, so dass die Pflanzen ganz auf vegetative Vermehrung über die Wurzelknollen angewiesen sind. Im Juli und August bildet die Pflanze an den unterirdischen Ausläufern länglich-spindelförmige Knollen aus, die als Kohlenhydratespeicher dienen. Aus ihnen treiben im nächsten Frühjahr neue Sprossen. Die Pflanze ist daher in der Lage, in eine bestehende Pflanzengesellschaft einzudringen und aufgrund ihres raschen Höhenwachstums im Frühjahr, bei dem die anderen Pflanzen sehr stark beschattet werden, zu verdrängen. Topinambur wird als „invasiv" eingestuft.
Nutzung
Nahrungsmittel
[caption id="attachment_1186" align="alignright" width="140" caption="Badischer Rossler wird aus der Knolle hergestellt"]
[/caption]
100 Gramm Topinambur enthalten:
Wert Menge
Energie 31 kcal
Energie 130 kJ
Wasser 78,465 g
Eiweiß 2,44 g
Fett 410 mg
Kohlenhydrate 4 g
Ballaststoffe 12,50g
Mineralstoffe 1,74g
Broteinheiten 0,33 BE
Vitamin A 2 µg
Vitamin B1 200 µg
Vitamin B2 60 µg
Vitamin B3 1,3 mg
Vitamin B5 60 µg
Vitamin B6 90 µg
Vitamin B7 1,7 µg
Vitamin B9 31 µg
Vitamin B12 0 mg
Vitamin C 4 mg
Vitamin D 0 mg
Vitamin E 1.3-2 mg
Vitamin K 0.023 mg
Linolensäure 44 mg
Linolsäure 0.165 g
Natrium 3 mg
Kalium 478 mg
Calcium 10 mg
Magnesium 20 mg
Phosphor 78 mg
Eisen 3,7 mg
Zink 60 µg
Kupfer 0,150 mg
[caption id="attachment_1187" align="alignright" width="180" caption="Ausgewachsener Topinambur"]
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Die Knollen sind bei Diabetikern beliebt, da sie zu 16 % aus Kohlenhydraten in Form des Mehrfachzuckers Inulin bestehen.
Als Nahrungsmittel genoss die Topinamburknolle vor allem in Frankreich nach ihrer Einführung Anfang des 17. Jahrhunderts große Popularität. Sie wurde jedoch nach der Einführung der ergiebigeren Kartoffel wieder weitgehend verdrängt. Die Knolle kann sowohl roh als auch gekocht verzehrt werden.
Topinambur erzeugt bei empfindlichen Mägen unter Umständen eine sehr starke Flatulenz.
Im Gegensatz zu Kartoffeln verträgt die Topinamburknolle Frost. Darum braucht man bei der Ernte nur die gerade benötigte Menge auszugraben. Außerdem kann Topinambur als Nahrungsreserve in Notzeiten dienen.
In Reformhäusern wird Topinambur als Kautablette oder Getränk verkauft, um, vor der eigentlichen Mahlzeit eingenommen, in Verbindung mit Wasser durch Aufquellen im Magen das Hungergefühl etwas zu dämpfen. Durch ein neuartiges Infrarot-Trocknungsverfahren kann küchenfertiges Topinambur erstmalig ganzjährig verfügbar gemacht werden. Topinambursirup wird als alternatives Süßungsmittel verkauft.
In Baden werden die Topinambur-Knollen zu einem Verdauungsschnaps, ebenfalls Topinamburbranntwein, „Topinambur", „Topi" oder auch „Rossler" (abgeleitet von Ross-Erdäpfel) genannt, verarbeitet. Die zerkleinerten Knollen werden dabei in Korn, Wodka oder medizinischem Alkohol eingelegt, sodass die Inhaltsstoffe (ätherische Öle u.a.) gelöst werden. Nach dem Filtern wird der Mix abgefüllt. Ein Brennvorgang findet hierbei nicht statt. Zur besseren Verträglichkeit werden gelegentlich andere Kräuter hinzugefügt, beispielsweise Blutwurz.
Über 90 Prozent der in Deutschland gerodeten Topinamburknollen werden derzeit in Obstbrennereien zu Spirituosen verarbeitet.
Topinambur als Futterpflanze für Wildtiere
Topinambur wird in geringem Umfang auch als Futterpflanze für Wildfutter angebaut. Vom Wild werden vor allem die Jungtriebe zur Äsung angenommen. An ausgewachsene Pflanzen geht Wild dagegen selten, da die Blätter offensichtlich zu rau sind. Wenn jedoch die Knollen freigelegt werden - zum Beispiel durch Hegearbeit von Menschen - sind sie eine beliebte Nahrung für Rehe. Neben Wildschweinen fressen auch Bisamratte, Wanderratte, Schermaus und Wildkaninchen diese Knollen. Da Topinambur vor allem die Uferbereiche von Fließgewässern besiedelt, kann es hier aufgrund der Wühltätigkeiten zu größeren Schäden an der Uferbefestigung kommen.
Die Wühltätigkeit der Nager trägt außerdem zur Verbreitung der Pflanzen bei. Von Nagern freigelegte Knollen und Knollenbruchstücke werden durch Fließgewässer häufig verschwemmt und besiedeln dann andere Habitate neu.
Verwendung als Energiepflanze
Aufgrund der guten Anbaueigenschaften und der hohen Biomasseproduktion kann Topinambur auch als Energiepflanze genutzt werden und spielt entsprechend als nachwachsender Rohstoff eine potenzielle Rolle. Dabei lassen sich sowohl die vegetativen Teile als auch die Knollen zu Biogas und Bioethanol vergären oder zu Brennstoff trocknen und verarbeiten. Für die Biogasnutzung ist eine mehrjährige Kultur möglich. Der Trockenmasseertrag (Kraut und Knollen) kann bis zu 30 Tonnen pro Hektar betragen. Mit ca. 8.140 Kubikmeter Biogas pro Hektar kann aus dem Krautertrag rund 10 Prozent weniger Biogas gewonnen werden als bei Silomaisanbau. Erntet man auch die Knollen , ist ein zusätzlicher Ertrag von etwa 2.150 Kubikmeter Biogas pro Hektar möglich. Allerdings gibt es erst seit wenigen Jahren Anbauerfahrungen mit Topinambur zur Energienutzung.
Verwendung als Zierpflanze
Weiterhin findet sich Topinambur heute auch als Zierpflanze.
Anbau
Topinambur ist anspruchslos und stellt keine großen Anforderungen an seinen Standort. Er wächst auf fast jedem Boden, ideal ist ein lockerer, leicht sandiger Boden, Staunässe wird aber gemieden. Besonders geschätzt werden vollsonnige Standorte, Topinambur fühlt sich aber auch im Halbschatten wohl. In der Pflege ist Topinambur anspruchslos und weitgehend resistent gegen alle Arten von Schädlingen. Der Nährstoffgehalt je dt Knolle beträgt 0,26 kg N, 0,14 kg P2O5, 0,62 K2O und 0,02 kg MgO. Die Erträge betragen ca. 600 dt/ha Knollen.
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Rezepte
Topinambur-Cremesuppe
1 kg Topinambur-Knollen sorgfältig mit einer Bürste unter fließendem Wasser mitsamt der dünnen Schale reinigen. Die in Nussgröße geschnittenen Knollen geben Sie in 1 1/2 Liter klare und entfettete Rindsuppe und kochen Sie n einer kleinen Knoblauchzehe und einer Messerspitze Kümmel etwa 1/2 Stunde. Dann lassen Sie die Suppe überkühlen und pürieren mit einem schnelllaufenden Mixer. Das Püree wird nochmals aufgekocht. 1/8 1 Sahne und 1/8 1 Creme fraiche mit dem Schneebesen eingeschlagen und mit Salz und Pfeffer würzen. Dosieren Sie das Salz vorsichtig, die Suppe soll ihren leicht süßlichen Eigenton nicht verlieren. Zum Schluss wird der Rest der Sahne (1/8 1) fest geschlagen und unmittelbar vor dem Servieren unter die heiße Suppe gezogen.
100 g zart geräucherter, durchgezogener Frühstücksspeck wird dünnstreifig geschnitten und in einer Pfanne scharf abgeröstet. Das überschüssige Fett wird entfernt und die knusprigen Speckstifteln auf die Suppe gesetzt.
Topinambur-Obstsalat
2-3 Knollen Topinambur
1 Banane, 1 Apfel
1 EL Zitronensaft
3 Marillen (Aprikosen)
3 EL Ananasstückchen
2 EL Rahm
1 TL Honig
Getreideknusperflocken
Frische Knollen bürsten, waschen (nicht schälen) und mit geschältem Apfel fein raspeln.
Zitronensaft, zerkleinerte Marillen, Banane und Ananasstückchen sowie Rahm dazugeben, mit Sanddorn oder Honig süßen und mit Getreideknusperflocken bestreuen und sofort servieren.
Topinambursalat
Dieser Salat gleicht einem Kartoffelsalat, hat aber einen viel reizvolleren Geschmack und ist nicht so mehlig. Er wird kalt zu Tisch gebracht und ist ein erfrischendes Sommergericht.
500g Topinamburknollen
das Eiweiß von 2 hart gekochten Eiern
1 große rote Paprikaschote
1 große Gewürzgurke
grüne Oliven
eingelegte Perlzwiebeln
1 frische Stange Bleichsellerie
2/3 Tasse frische Zuckererbsen, kurz gegart
Salz, Pfeffer
Die Knollen 10 bis 15 min dämpfen, pellen und mit dem Eiweiß, der Paprikaschote, der Gewürzgurke, den Oliven und Zwiebeln (jeweils 1 Dutzend) und der Selleriestange klein schneiden.
Alle Zutaten (Erbsen nicht vergessen) gut miteinander vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Kühl stellen und in der Zwischenzeit die folgende Sauce zubereiten.
Remoulade nach alter Art:
Eigelb von 2 hart gekochten Eiern
2 EL Zitronensaft
1 EL Distelöl
1/4 Tasse Mayonnaise
1/4 Tasse saure Sahne
2 TL Dijonsenf
Salz, Pfeffer
Das Eigelb zerdrücken, nach und nach abwechselnd Zitronensaft und Öl tropfenweise dazugeben und alles zu einer cremigen Masse verrühren. Dann Mayonnaise, saure Sahne und Senf zufügen, gut untermengen und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen. Die Gemüse mit dieser Remoulade anmachen und vorsichtig darin wenden, ohne die weicheren Zutaten dabei zu zerdrücken.
Topinamburauflauf
400 g Topinambur
1 Eiweiß
Muskat
2 EL Öl
2 Eier
1 Zwiebel
Käse
Salz
Vorbereitete Knollen werden im Dampftopf ca. 10 min gedämpft, geschält und püriert. Eidotter dazugeben, steifgeschlagenen Eischnee unterziehen, mit Salz und Muskat würzen. Die Masse in eine gefettete, mit Weizenkleie ausgestreute Auflaufform geben. Inzwischen eine geriebene Zwiebel in Öl anbraten und über diese Masse geben. Mit Käse bestreuen und im Backofen etwa 20 Minuten goldgelb überbacken.
Topinambur-Rohkostsalat
2 Knollen Topinambur
1 Stückchen Sellerie
1/2 Orange
Honig
1/2 Apfel
1 El Zitronensaft
2 El Rahm
1 El geriebene Walnüsse
Frische Knollen bürsten, waschen (nicht schälen) und mit geschältem Apfel und Sellerie fein raspeln. Zitronensaft, zerkleinerte Orange und Rahm dazugeben, mit Honig süßen und mit geriebenen Walnusskernen bestreuen und sofort servieren.
Topinambur sollte im Kühlschrank in Plastikbeuteln oder in geschlossenen, luftdichten Gefäßen aufbewahrt werden, um die Feuchtigkeit zu erhalten.
Topinambur gebraten
500 g Topinambur
2 EL Öl
Sojamehl
2 EL Rahm
Reform-Hefeextrakt
1 Zwiebel
evtl. etwas Suppe
1 Ei
Prise Salz
Basilikum
Frische Knollen bürsten, waschen (nicht schälen) und in feine Scheiben schneiden. Geriebene oder fein geschnittene Zwiebel in Öl glasig dünsten. Topinamburscheiben dazugeben und auf beiden Seiten etwas anbraten lassen. Evtl. etwas Suppe dazufügen und fertiggaren. Sojamehl, Ei und Rahm verquirlt daruntermischen. Mit Salz und Hefeextrakt würzen, Basilikum darüberstreuen.
Topinambur mit Quark
5 Topinamburknollen ( je nach Größe 3 bis 8 )
1 Karotte
250g Quark
1 EL Frischkäse
2 TL Käse-Quark-Gewürzmischung
Essig
Salz
Die Topinamburknollen und die Karotte fein raspeln (stifteln). Dann mit Quark, Frischkäse und der Gewürzmischung gut vermengen. Zum Schluss mit Essig und Salz abschmecken. Diese Rezeptur eignet sich auch hervorragend als Brotaufstrich.
Topinambur sollte im Kühlschrank in Plastikbeuteln oder in geschlossenen, luftdichten Gefäßen aufbewahrt werden, um die Feuchtigkeit zu erhalten.
Deftige Gemüsepfanne mit Topinambur
300 g Topinambur, 2 Zwiebeln, 4 Gelbe Rüben in dünne Scheiben schneiden. 200 g gekochten Schinken oder geräucherten Speck in Streifen schneiden und mit den Zwiebeln in Olivenöl anbraten. Topinambur und Gelbe Rüben darunter geben und mitbraten. Mit 1/8 1 Weißwein aufgießen und ca. 10 Minuten köcheln lassen. 2 EL Sojasoße oder Gemüsebrühe, 1/8 1 Sahne und 1/8 1 Milch darüber geben, würzen und einziehen lassen. 150 g geriebenen Käse darüber geben und servieren.
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Inulin (auch Alantstärke) ist ein Gemisch von Polysacchariden aus Fructosemolekülen mit einer Kettenlänge bis zu 100 Molekülen, und einem endständigen Glucoserest, und zählt zu den Fructanen. Inulin wird in vielen Pflanzen als Reservestoff eingelagert, besonders in Arten der Korbblütler: etwa Topinambur, Zichorien, Dahlie, Artischocke, Gewöhnlicher Löwenzahn, Schwarzwurzeln, aber auch in Doldenblütlern, z. B. der Pastinake (vgl. auch Nutzpflanzen). Es wurde 1804 im Alant (Inula) entdeckt.
Niedermolekulares Inulin ist in warmem Wasser löslich. Es wird in der physiologischen Forschung zur Bestimmung des extrazellulären Raums eingesetzt, da es leicht in das Interstitium eindringt, jedoch nicht in die Zellen selbst. Außerdem kann die Messung der Inulin-Clearance zur exakten Bestimmung der glomerulären Filtrationsrate (GFR) der Nieren benutzt werden. Dies ist deshalb möglich, weil Inulin im Glomerulum vollständig filtriert wird, im Tubulus-System aber weder sezerniert noch reabsorbiert wird.
Inulin kann in der Therapie der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) als Stärke-Ersatz eingesetzt werden, denn es wirkt nicht auf den Blutzucker-Spiegel ein. Inulin wird im Dünndarm nicht resorbiert, da dem Menschen das abbauende Enzym (Inulinase) fehlt. Stattdessen wird es im Enddarm von Bakterien zu kurzkettigen Fettsäuren abgebaut. Die bei diesem mikrobiellen Abbau gebildeten Gase können bei empfindlichen Menschen zu Flatulenzen führen, die einzige bekannte Nebenwirkung beim Verzehr inulinhaltiger Pflanzenteile. Inulin dient vor allem den nützlichen Darmbakterien als Nahrung, regelmäßiger Verzehr geeigneter Mengen (mindestens 1,5 g/Verzehreinheit bzw. ab 5 g Tagesdosis zusätzlich zur normalen Aufnahme nach GDCh) führt zu einer Verbesserung der Darmflora.
Inulin wird heutzutage oft als Zutat in der Lebensmittelherstellung verwendet, zum Beispiel als Fettersatz und um den Geschmack, die Textur und das Mundgefühl zu verbessern. Inulin dient auch als Grundstoff zur Herstellung von Fructose.
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